Da es sich um eine Winterreise handelte, stellten wir uns mutig der Kälte. Dieses Mal wurden wir mit einem regnerischen Empfang begrüßt, doch das Wetter besserte sich in den folgenden Tagen. So veränderte sich nach und nach auch unser Blick auf diese wunderschöne Stadt.
Tage in Brüssel
Tag 1: Der erste regnerische Tag hielt uns nicht davon ab, die Stadt zu erkunden. Die bewegte Geschichte dieser Stadt und ihre farbenfrohen Wandmalereien, von denen unser Guide erzählte, brachten uns dazu, über Menschenrechte, Wohlstand und Gerechtigkeit nachzudenken. Am Nachmittag ließen wir uns vom Choco-Story Museum verzaubern.
Tag 2: Mit einer kleinen und witzigen unerwarteten Verspätung erreichten wir schließlich gemeinsam das Parlamentarium. Es ist ein Museum voller wertvoller Informationen für alle, die in der Europäischen Union leben. Nach ausführlichen Erklärungen darüber, wie die Europäische Union funktioniert, gingen wir direkt dorthin, wo die Theorie täglich in die Praxis umgesetzt wird: zum Europäischen Parlament. Nach einer strengen Sicherheitskontrolle durften wir den Plenarsaal betreten. Das am häufigsten Gehörte war: „Wuaooo!“
Dieses Staunen steigerte sich am Nachmittag noch, als wir uns auf eine 45-minütige Fahrt machten, um das Atomium zu besuchen. Die Führung brachte uns nicht nur durch die beeindruckenden Räume dieses außergewöhnlichen Bauwerks, sondern nahm uns auch mit auf eine Reise durch die Geschichte und sogar in die Zukunft – mit einer spektakulären Lichtinstallation, die auf künstlicher Intelligenz basierte. Vom höchsten Punkt der Konstruktion konnten nicht alle Teilnehmenden die Aussicht in aller Ruhe genießen, doch sie war definitiv „beeindruckend“.
Diese kleine Gruppe der 9. Klasse hatte eine großartige Gelegenheit, hautnah zu erleben, dass man mit einer weiteren Sprache wunderbare neue Kontakte knüpfen und Grenzen überwinden kann. Man lernt außerdem, dass eine Reise nicht nur hilft, selbstständiger zu werden, sondern auch starke Bindungen innerhalb der Klassengemeinschaft entstehen lässt.
René Margritte würde es sagen: „Ein Tag ohne Staunen ist ein Tag wie jeder andere.“
Merci!