Bei seinem Besuch an unserer Schule erweckte der Bürgermeister durch einen professionellen Auftritt und seine Bereitschaft zur Kommunikation einen kompetenten und sympathischen Eindruck während des Gesprächs in Person.

In einer darauffolgenden Besprechung unseres Politik-Kurses der 12. Klasse po1 ergaben sich allerdings noch weitere ungeklärte Fragen über den Zusammenhang zwischen journalistischer Arbeit und der Mediennutzung der Stadt selbst, die sich aus dem Unterricht ergaben. Dementsprechend verfassten wir eine Email, mit ausformulierten Fragen, an den Oberbürgermeister, die nun, nach etwas Bearbeitungszeit eine ausführliche schriftliche Antwort erfuhren.

In der ersten Frage ging es darum, ob es Einschränkungen für unabhängige journalistische Arbeit gebe. Die Stadt Wolfsburg beantwortet diese Frage klar mit „nein". Als Begründung nennt sie vor allem gesetzliche Regelungen, wie das Niedersächsische Pressegesetz und die im Grundgesetz verankerte Pressefreiheit. Außerdem wird betont, dass es eine enge Zusammenarbeit zwischen Stadt und Medien gebe, zum Beispiel durch Pressegespräche oder den Austausch von Informationen. Insgesamt wird die Frage also eindeutig beantwortet, allerdings eher allgemein und aus Sicht der Stadt selbst, ohne konkrete Beispiele zu nennen. In der zweiten Frage wurde danach gefragt, welche Maßnahmen die Stadt zum Schutz privat-journalistischer Arbeit ergreife. Hier nennt die Stadt vor allem den guten Austausch mit den Medien, die Bereitstellung von Informationen und die Unterstützung über Social Media. Allerdings beziehen sich diese Punkte eher auf Zusammenarbeit als auf direkten Schutz. Außerdem wird betont, dass der Schutz von Journalismus nicht nur Aufgabe der Stadt sei, sondern von der gesamten Gesellschaft. Die Frage wird damit nur teilweise konkret beantwortet.

Dennoch freuen wir uns insgesamt, dass unser Interesse an politischer Partizipation anerkannt wurde und wir eine Antwort auf unseren eingereichten Fragen erhalten haben. Somit wurde bewiesen, dass die Bereitschaft der Kommunikation unserer Stadt Wolfsburg weitaus über persönliche Gespräche bei von ihnen organisierten Programmen geht. Dies erfreut uns als Politik-Kurs der Oberstufe sehr und wir empfehlen jedem einzelnen Leser unseres Beitrages, solch ein Angebot von Transparenz anzunehmen. Wir hoffen, dass unser Beitrag sie ebenfalls zum kritischen Hinterfragen anregen konnte.